Anlagen · 10. Februar 2026 · 6 Min. Lesezeit
Abschreibungen einfach erklärt: linear oder degressiv?
Warum ein Laptop nicht im Kaufjahr voll in die Kosten geht – und wie Sie zwischen linearer und degressiver Abschreibung wählen.
Eine grössere Anschaffung hält mehrere Jahre. Deshalb verteilt man ihren Aufwand über die Nutzungsdauer – das nennt man Abschreibung.
Das Wichtigste in Kürze
- Investitionen ab einer kantonalen Grenze werden aktiviert und abgeschrieben.
- Linear = gleicher Betrag pro Jahr. Degressiv = fester Prozentsatz vom Restwert.
- Die ESTV nennt Richtwerte, z. B. 40 % degressiv für EDV und Fahrzeuge.
- Die Methode einmal wählen und dann konsequent beibehalten.
Aktivieren oder direkt verbuchen?
Kleinanschaffungen dürfen Sie sofort als Aufwand buchen. Ab einem bestimmten Betrag – die Grenze setzt der Kanton, häufig um CHF 1'000 – wird die Anschaffung «aktiviert»: Sie kommt als Anlage in die Bücher und wird über die Jahre abgeschrieben.
Linear oder degressiv
Linear schreiben Sie jedes Jahr den gleichen Betrag ab: CHF 3'000 Laptop, drei Jahre Nutzung, also CHF 1'000 pro Jahr.
Degressiv nehmen Sie einen festen Prozentsatz vom jeweiligen Restwert: 40 % von CHF 3'000 sind CHF 1'200 im ersten Jahr, dann 40 % von CHF 1'800, und so weiter. Am Anfang ist der Abzug grösser, später kleiner.
Richtwerte der ESTV (degressiv)
Aus dem Merkblatt A 1995 für Geschäftsvermögen, als grobe Orientierung:
- Mobiliar und Einrichtungen: rund 25 %
- Büromaschinen, EDV, Software: rund 40 %
- Fahrzeuge aller Art: rund 40 %
- Bei linearer Abschreibung gilt in der Regel der halbe Satz.
Quellen & weiterlesen
Allgemeine Informationen, keine Rechts- oder Steuerberatung.